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Daguerreotypie - Techniken und Entstehung

Die Daguerreotypie und ihre Entstehung
Louis Jacques Mandé Daguerre, von Haus aus Maler, erfand ein Verfahren, ein latentes Jodsilberbild (auf einer Metallplatte) durch Quecksilberdämpfe zu entwickeln und mit Kochsalzlösung zu fixieren. Dieses photographische Verfahren (mit nicht kopierbaren Photos auf Metallplatte) und das mit ihm geschaffene Lichtbild bezeichnete man als Daguerreotypie. Die älteste erhaltene Daguerreotypie, mit der der Erfinder einen Winkel seines Studios ablichtete, stammt aus dem Jahre 1837 (heute im Besitz der Société Française de Photographie, Paris). Mit Hilfe der Daguerreotypie enstand auch die erste Aktfotografie in der Geschichte.

Aber erst 1839 hielt Daguerre seine Methode für praxisreif, die am 19. August 1839 in der Pariser Akademie der Wissenschaften durch den französischen Astronomen, Physiker und Politiker Dominique Francois Jean Arago (* Estagel [bei Perpignan] 1786, † Paris 1853) bekanntgegeben wurde. Dieser Tag gilt als der Start der Daguerreotypie, des ersten in der Praxis verwendbaren und (bis etwa 1860) gewerblich äußerst erfolgreichen photographischen Verfahrens.

Die Hauptvorteile der Daguerreotypie sind Schärfe bis ins Detail und Tonwertreichtum. Trotzdem fehlte der Daguerreotypie ein entscheidendes Merkmal der modernen Fotografie: die Vervielfältigungsmöglichkeit der fotografischen Aufnahmen. Daguerreotypien blieben stets Unikate. Dieses Defizit behob dann später das die Negativ-Verfahren.

Daguerreotypie Verfahren
Für die Herstellung einer Daguerreotypie verwendet man Silberplatten oder versilberte Kupferplatten, die poliert, mit Jod- oder Bromdämpfen sensibilisiert und dadurch lichtempfindlich gemacht werden (es bildet sich an der Oberfläche Jod- bzw. Bromsilber). Die so vorbereiteten Platten werden in einer Kamera eine längere Zeit belichtet und anschließend mit Hilfe von Quecksilberdämpfen entwickelt. Danach wird das fotografische Bild entweder in einer heißen Kochsalzlösung oder - bei Raumtemperatur - in einer Natriumthiosulfatlösung fixiert und kann anschließend als Foto betrachtet werden. Dieses Foto ist ein Unikat, bleibt mit dem metallischen Schichtträger, der Kupferplatte, verbunden und kann nicht wie beim erst später erfundenen Negativ-Positiv-Verfahren vervielfältigt werden.

Die dünne, mit Silberhalogeniden beschichtete, lichtempfindliche Schicht auf der Plattenoberfläche muss vor der Herstellung des Fotos im Dunkeln aufbewahrt werden. Zur Belichtung setzt man diese Schicht an der Rückseite eines Fotoapparates dem durch das Objektiv der Kamera einfallenden Licht aus. Dabei wird das Silberhalogenid zu metallischem Silber reduziert. Nach der Entwicklung und Fixierung entsteht ein positives, jedoch seitenverkehrtes Bild aus schwärzlichem Silber, das nur dann als Foto optimal zu erkennen ist, wenn das Licht in einem ganz bestimmten Winkel auf die Platte einfällt. Bei einem anderen Einfallswinkel des Lichtes hat man eher den Eindruck eines Negativs.

Zu beachten ist, dass die Oberfläche einer echten Daguerreotypie nicht wischfest ist, weshalb man es vermeiden sollte, sie mit den Fingern zu berühren.

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