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Am Freitag dem 11.11.2005 war die Qoud-Libet in Hamburg, schauen Sie sich ein paar unserer Bilder an. Lesen Sie unser kurzes Statement und wie wir diese Ausstellung empfunden haben...
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Buchdruck - Die Buchdrucker Kunst

Buchdruckerkunst
Buchdruckerkunst (Typographie), die Kunst, den durch die Schrift zu sichtbarem Ausdruck gelangten Gedanken durch Zusammensetzung einzelner, in einer mechanischen Vorrichtung(Presse, Maschine) zum farbigen Abdruck zu bringender Typen zu vervielfältigen.

Geschichte des Buchdrucks
Die von den Chinesen im Jahre 581 n.Chr. erfundene Bücherdruckmöglichkeit, kann als Buchdruck in unserem Sinne nicht angesehen werden.Es handelte sich hier um den sog. Holztafeldruck.Andere chinesische Quellen verlegen diese Erfindung auf das Jahr 936 n.Chr. Ein Schmied namens Pichig soll zwischen 1041 und 1049 n.Chr. den Druck mit beweglichen, d.h. in beliebiger Ordnung zusammenstellbaren und nach dem gemachten Abdruck wieder auseinander zu nehmenden, wortbildern ersdonnen haben, indem er die Schrift- oder Wortzeichen in dünne tafeln weichen Tons grub, diesen zerschnitt, im Feuer härtete und dann je nach Bedarf auf eisernen, schon mit den im Chinesichen üblichen Zeilentrennunglinien versehenen Formen zusammenstellte, sie durch löslichen Kitt zu einer unbeweglichen, durch die Operation des Überbürstens nicht verschiebbaren Platte verbindend, nach derselben aber den Kitt wieder herausschmelzend, um die Wortzeichen wieder benutzen zu können.Nach seinem Tod geriet diese Methode aber in Vergessenheit. Das Prinzip des Druckes, sofern darunter nur das Einprägen von Schriftzeichen verstanden wird, läßt sich sehr weit zurück verfolgen.In den Gräbern von Theben und Babylon sind Ziegel mit eingeprägten Schriftzeichen gefunden worden, ganz mit Schriften bedeckte,vermittelst gravierender Formen hergestellte gebrannte Tonzylinder verwandten die Assyrer als Chroniken, in Athen wurden Landkarten auf dünne Kupferplatten eingraviert, römische Töpfer stempelten ihre Geschirre mit dem Namen der Besteller bzw. des Zweckes, für den sie bestimmt waren.Reiche Römer stellten ihren Kindern Alphabete auf Elfenbein- oder Metalltafeln zur Verfügung.Trotzdem vergingen noch Jahrtausende bis zur Erfindung des Typensatzes durch Johannes Gensfleisch zu Gutenberg, 1397 in Mainz geboren.

Offensichtlich hat sich Gutenberg schon ab 1830, noch in Straßburg lebend mit der späteren erfindung auseinandergesetzt. Geldnot scheint aber der Grund gewesen zu sein wieder nach Mainz zurück zu kehren und dort nachdem ihm der Kaufmann Fust Geld zur Verfügung gestellt hatte,mit seiner Erfindung- hier noch die Herstellung der Typen zu der 36zeiligen Bibel.Das er Erfolg gehabt hat, zeigen die 42zeilige Bibel um 1455 als auch der Psalter von 1457.Hier sind schon so vollkommene Druckleistungen und zeigen ein so genaues Passen der Seiten aufeinander(Register), daß ihre Herstellung nur auf einer Druckerpresse erfolgt sein kann.Auch die Druckfarbe, die bei den Holztafeldrucken vor Gutenberg meist in matten Braun erscheinen, ist zu seinen Zwecken angepaßt und vervollkommt worden.Während des Drucks der 42zeiligen Bibel fordert Fust das Geld zurück und da Gutenberg in dieser Phase zahlungsunfähig war, wurde ihm die Rehte an der Druckerei und aller fertigen Drucke aberkannt und der Kaufmann Fust in seine Kontrakte eingesetzt. Durch einen neuen Geldgeber,Konrad Hummery, und dem wahrscheinlichen Besitz der Typen vom 36zeiligen Bibeldruck konnte Gutenberg seine Arbeit fortsetzen,die zum Ergebnis seines großen Werkes führte, des Katholikons, einer grammatisch-lexikalischen Kompilation, die 748 Folioseiten zu je 2 Spalten mit 66 Zeilen auf jeder aufwies und 1460 vollendet wurde. Noch vor der Erstürmung von Mainz verlegte er die Druckerei nach Eltville,trat 1465 in den Ruhestand und verstarb 1468.Die Druckereien vermehrten sich ab 1462 schnell, nach Mainz waren es Straßburg und Bamberg, die nächste folgte in Köln und war hier Ausgangspunkt für die Verbreitung nach Norddeutschland und den Niederlanden.(1468 Augsburg,Lübeck,Pilsen,1470 Nürnberg,1471 Speier,1473 Eßlingen,Laugingen,Ulm,Merseburg,1475 Blaubeuren,Breslau,Burgdorf,Lübeck,Trient,1476 Rostock,1478 Eichstätt und Prag,1479 Würzburg und 1481 Leipzig)Die Verbreitung ging in rascher Folge weiter.Bis 1530 gab es Druckereien in ganz Europa, 1544 die erste in Amerika bzw. Mexico.

Buchdruck Technik
Die zum Betrieb der Buchdruckerei erforderlichen Typen oder Lettern zerfallen in Fraktur-Antiqua- und Kursivschrift nebst den dazugehörigen Interpunktions- und sonstigen Zeichen.
Man unterscheidet sie nach ihrer Gattung in Brot-und Zierschriften,sowie nach ihrer Zeichnung in Gotische,Kanzlei-Grotesk usw.Schriften. Ferner auch ihrem Kegel nach, d.h. nach den Klassen,in welche alle Schriften der Höhe ihres Typenbildes nach abgebildet sind.Ein Durcheinander von Typen verschiedener Schriftgattungen oder auch verschiedener Typen ein und derselben Gattung wird als "Zwiebelfische" bezeichnet.

Die für Werk- und Zeitungssatz bestimmten Typen liegen in hölzernen Setzkästen mit etwa 110 Fächern für deutschen und 160 für Antiqua.Orientalische und Musiknoten benötigen weitaus mehr.Der Setzkasten ruht etwa in Brusthöhe auf einem pultartigen Gestell(Regal),das mit Fächern zum Einschieben der Kästen versehen ist.Vor dem Regal steht der Schriftsetzer, in der linken Hand den Winkelhaken aus Metall haltend, der eine Art nach zwei Seiten offenes,flaches Kästchen mit verstellbarer, linker Seitenwand bildet, in welches der Setzer mit der rechten Hand die Typen aus den Fächern des Kastens nimmt und zu Zeilen zusammen stellt.Das Manuskript(so wird die Vorlage genannt,wäre sie auch schon gedruckt)ist meist auf einem Holz-oder Metallstab(Tenakel)vermittelst einer Art Gabel(Divisorium)festgehalten und in bequemer Sehweite auf den Setzkasten aufgesteckt.

Ist eine Zeile gefüllt, so muß sie ausgeschlossen werden, d.h. sie muß die genau dem jeweiligen Format entsprechende Breite erhalten und mäßig fest im Winkelhaken sitzen.Von der Regelmäßigkeit und Sorgfalt dieser Arbeit hängt das gute Aussehen des Satzes beim Drucken im wesentlichen ab.Ist eine Zeile vollendet, wird die dünne Platte aus Metall, die Setzlinie, darunter hervorgezogen und darübergelgt und mit dem Setzen so lange fortgefahren, bis der Winkelhaken mit Zeilen gefüllt ist.Diese werden dann auf einmal auf ein Schiff gehoben, d.h. auf ein oder zwei oder drei Seiten mit einem erhabenen Rand versehenes winkelrechtes Brettchen, bis die zur Bildung einer Spalte oder Seite(Kolumne) nötige Zeilenzahl erreicht ist.Diese müssen noch mit einem Titel versehen werden.Die vollendeten Seiten werden entweder bis zur Fertigstellung der für einen Druckbogen erforderlichen Anzahl auf Papierlagen (Porte-pages)aufbewahrt oder gleich auf Bretter(Setzbretter)gestellt bis die ganze, aus vielen tausenden Lettern bestehende Form emporgehoben und in der Presse niedergelgt werden kann, ohne daß nur ein einziger Buchstabe aus der Form falle. Der erste Abdruck, welcher von den geschlossenen Formen genommen wird, ist der Korrekturabzug, in diesem zeichnet der Korrektor die vom Setzer verursachten Fehler, die von diesem behoben werden müssen.Diejenige Form, welche die erste und letzte Seite enthält, heißt die äußere,Prima- oder Schöndruckform, die andere wird als innere,Sekunda oder Widerdruckform bezeichnet. Danach werden die Setzformen gewaschen und der Setzer erhält sie zum Aufräumen zurück.Abgenutze Typen werden als "Zeug" an die Schriftgießereien zurückverkauft.

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