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Am Freitag dem 11.11.2005 war die Qoud-Libet in Hamburg, schauen Sie sich ein paar unserer Bilder an. Lesen Sie unser kurzes Statement und wie wir diese Ausstellung empfunden haben...
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antique Woodcuts - Der Holzstich, Holzschnitt im allgemeinen

Die Holzschnitt Technik (Xylographie)

Alte Holzstich Technik: Messerschnitt in Langholz

Die alten Holzstiche (antique woodcuts) wurden in vergangener Zeit auf Brettern verschiedener Holzarten wie Apfel-Birnbaum, Buchen- und Kirschenholz etc. somit also auf Langholz ausgeführt. Zum Ausschneiden bediente man sich eines Messers welches eine besondere Form hatte. Es bestand aus einem Stück Uhrfederstahl, welches an einem Ende flach abgeschliffen wurde, so dass es Spitze und Schneide zugleich erhielt und dann in ein hölzernes Heft gesteckt wurde. Um die Klinge leicht aus dem Heft heraus nehmen zu können, war dieses der Länge nach in zwei Hälften gespalten und äußerlich mit einem Gewinde versehen. Die Führung des Messers beim Schneiden geschah in der Art, dass es "herwärts" gezogen wurde und jeder Strich, der stehen bleiben sollte, von zwei Seiten beschnitten werden mußte. Dies war ein höchst mühsames Verfahren, dass Langholz zudem ein Material, welches eine besondere Feinheit der Zeichnung und enges Aneinanderrücken der Linien nicht gestattete. Man blieb daher auf eine möglichst einfache Strichzeichnung für seinen Holzschnitt beschränkt. Zur Vertiefung größerer weißer Stellen verwendete man meißelartige Instrumente.



Neue Holzschnitt Technik:

Holzstich mit dem Grabstichel in Hirnholz (Weißlinienstich)
Die modernen Holzstiche (antique woodcuts) verdanken wir dem Engländer Thomas Bewick. Er verwandte statt des faserigen Langholzes das härtere und gleichartigere Hirnholz des Buchsbaumes und an Stelle des Schneidemessers den Stichel des Kupferstechers um seine Holzschnitte zu erstellen. Diese neue Art von Holstich bezeichnet man daher auch richtigerweise als Holzstich. Dieser besteht eigentlich nicht aus dunklen Strichen auf weißer Fläche, sondern umgekehrt aus hellen Strichen auf dunklem Grunde, indem die Fläche des Holzstockes als tiefste Schattenbasis behandelt und nun vom Dunklen ins Helle gearbeitet wird. Dieses einfache und bequeme Mittel konnte Bewick nur deshalb anwenden, weil er die Holzschnitte nach seinen eigenen Zeichnungen schnitt, welche nicht in Strichen sondern in Tuschmanier auf das Holz gezeichnet waren. Das Buchsbaumholz, über Hirn geschnitten, ist ein Material von ebenso feiner als dichter und elastischer Textur, welches sich mit dem Stichel fast wie eine Metallplatte bearbeiten läßt. Die Klinge des Stichels besteht aus einer geraden Stahlklinge, welche vorn schräg abgeschliffen ist, so dass sie in eine Spitze mit zwei einen größeren oder kleineren Winkel bildenden Schneiden ausläuft. Je nach der verschiedenen Größe dieses Winkels der beiden Schneiden hat der Stichel eine andere Bestimmung und einen anderen Namen. Zur Ausführung feiner Linien werden die spitzeren, für kräftige die breiteren Stichel angewendet. Der Stichel verlangt eine andere Führung und Handhabung als das Messer. Die Form des Heftes muß der Hand angepaßt sein, welche den Stichel, möglichst flachliegend, nach vorwärts schiebt, während die Finger die Klinge in ihre Schnittrichtung dirigieren. Die zweischneidige Beschaffenheit des Stichels gestattet es, die weißen Räume zwischen den stehenbleibenden Linien mit mehr Gleichmäßigkeit und auch leichter und schneller auszuheben, als dies mit dem Messer möglich war. Überschneidet man die erste Strichlage mit einer zweiten, in spitzen oder rechten Winkel gelegten Strichlage, so entstehen durch die herausgehobenen Schnittlinien verschieden geformte Punkte und Linien, welche die Farbe annehmen und somit die Zeichnung geben. Dadurch ist die Möglichkeit gegeben, vom tiefsten Schwarz in feinen Übergängen bis ins reine Weiß alle Tonabstufungen wiederzugeben und so eine mehr malerische Lichtwirkung zu erzielen, wovon diese Holzstich Technik den Namen "Tonschnitt" erhalten hat.

Holzschnitte/Holzstiche Technik und Herstellung

Die auf das feinste abgeschliffene Holzplatte wird mit einere Mischung von Zinkweiß oder Kreide, Gummi arabicum und Wasser grundiert, d.h. mittels eines weichen Pinsels in sehr dünner Lage mit dieser weißen Farbe überzogen. Hierdurch soll einerseits die Textur des Holzes, welche beim Zeichnen und Schneiden stören würde, verdeckt, andererseits ein günstiger Grund für das Zeichnen und Schneiden geschaffen werden. Auf den so vorbereiteten Holzstock wird nun die zu reproduzierende Vorlage und zwar im Spiegelbild, so dass rechts und links vertauscht sind, übertragen. Hierzu bedient sich der Yylograph entweder des Spiegels und eines weichen Bleistifts oder eines Pauspapieres bzw. der glasklaren Gelantinefolie. Erfolgt die Übertragung der Vorlage auf dem Holzstock durch Zuhilfenahme der Photografie, so spricht man von PHOTOXYLOGRAPHIE. Um eine photografische Kopie auf dem Holzstock herzustellen, wird letzterer mit einem lichtempfindlichen Stoff, zumeist Silbersalz, überzogen und diese Schicht unter einem photographischen Negativ belichtet. So entstehen in einem langwierigen Prozess Holzstiche.

Besteht die Zeichnung aus Strichen oder Strichlagen, welche peinlich genau auf das Holz übertragen und im Holzstiche wiedergegeben werden sollen, spricht man von FAKSIMELE-HOLZSCHNITT Der Holzschneider hat hierbei nur die aufgetragene Zeichnung Strich für Strich nachzuschneiden. Hierzu genügt allerdings eine geringere Fertigkeit als beim sogenannten Tonschnitt.

KÜNSTLER-HOLZSCHNITT
Die langwierige Technik der Holzstiche (antique Woodcuts) konnte mit den modernen photographischen Reproduktionsverfahren nicht konkurrieren. Nur der Künstler- oder Original-Holzschnitt wird noch gepflegt, bei dem der Künstler sowohl den Entwurf als auch den Holzschnitt selbst anfertigt.

JAPANISCHER-HOLZSCHNITT
In Japan wird seit Jahrhunderten bis heute die in höchstem Maße durchgebildete Farben-Holzschnitt Technik gepflegt. Als Material wird Langholz verwendet. Das Schneiden erfolgt nicht mit einem Stichel sondern mit einem Messer. Der Druck erfolgt durch "Abreiben". Die Anzahl der Farben der Holzschnitte ist sehr hoch (bis zu 20), das Passen der einzelnen Farbstöcke meist bewundernswert. Japanische Holzschnitte sind für Ihre Farbenfrohen Motive berühmt

Haben Sie noch mehr Informationen über antike Holzstiche (antique woodcuts), Holzschnitte oder würden Sie gerne etwas zum Thema Holzstich/Holzschnitt ergänzen, dann nehmen Sie doch Kontakt mit uns auf.

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