Hier klicken um ins Antiquariat zu gehen
Antiquariat und Kunsthandel Kategorien

Antiques-News Mokkas Antiques

Am Freitag dem 11.11.2005 war die Qoud-Libet in Hamburg, schauen Sie sich ein paar unserer Bilder an. Lesen Sie unser kurzes Statement und wie wir diese Ausstellung empfunden haben...
News...

eBay Auktionen
Schriftsteller
berühmte Maler
News & Info´s
Allgemeines

Restaurierung antiker Öl-Gemälde

Restaurierung von antiken Öl-Gemälden
Ölfarbe kam im frühen 15. Jahrhundert in allgemeinen Gebrauch. Sie besteht aus einer mit Terpentinauszug (oder Terpentinöl) verdünnten Mischung von Farbstoff mit Öl, gewöhnlich Leinöl, der auch Firnis als Bindemittel hinzugefügt wird.

Ölfarben wurden von flämischen Künstlern entwickelt und vervollkommnet, wenn auch die Chinesen diese Technik vermutlich viel früher anwandten. Dank ihrer Geschmeidigkeit und Haltbarkeit wurden sie rasch zum beliebtesten Medium des Malers. Gemalt wurde gewöhnlich auf Leinwand oder Holz, wobei jedoch Elfenbein, Schiefer, Kupfer und Zink ebenfalls als Bildträger dienten. Dieser wurde zunächst mit der Grundierung überzogen, um ihn für das Aufnehmen der Farbe vorzubereiten. Zum Schluß wurde das Gemälde gefirnißt.

Wegen der enormen Vielfalt des für die Grundierung verwandten Materials und der unterschiedlichen Bestandteile der Farben ist die Restaurierung von Gemälden im Grunde ausschließlich Sache des Fachmanns. Zudem ist der Schaden, der durch unsachgemäße Behandlung eines Gemäldes entstehen kann, stets irreparabel. Der Experte ist sich der mit dieser Aufgabe zusammenhängen Probleme bewußt und weiß, welche Fallstricke in jeder besonderen Periode oder im Werk eines bestimmten Künstlers liegen. Risse und Craqueluren auf einem Bild können die folgenden Ursachen haben:

  • Unterschiedliche Trockenzeiten der Farbe d.h. eine obere Schicht wurde auf eine noch feuchte Unterschicht aufgetragen
  • unzulänglich gemischte Farbe
  • übermäßige Verwendung von Bitumen
  • Sprünge in der Grundierung(vornehmlich bei mageren Kreidegrundierungen)
  • Sprünge im Firnis, wenn gefirnißt wurde, bevor die Ölfarbe vollkommen abgetrocknet war
  • entwerder zu stark oder schwach absorbierende Grundierung
  • hauchdünn aufgetragene Farbschichten über ungewöhnlich dicken
  • unsachgemäßes Aufziehen oder Rahmen.

  • Nach antiken Ölgemälden im Antiques Shop suchen?
Ist der Bildträger Leinwand, so lege man das Bild zunächst mit einer Unterlage versehen auf eine völlig glatte Fläche, damit die Leinwand auch nicht im geringsten strapaziert wird. Oberflächenschmutz kann auf zwei Arten entfernt werden. Ist das Gemälde älter als 50 Jahre und seine Oberfläche daher ganz und gar verhärtet, trage man Testbenzin oder Terpentinersatz behutsam mit einem Wattebausch auf. Man kann es auch mit kleinsten Mengen von Mikrokristallinwachs auf Wattetupfern oder Seidenläppchen säubern. Nach einer Stunde wird mit sauberer Watte nachpoliert. Man muß sich dabei ständig überzeugen, daß keine lockeren oder abblätternden Farbzonen vorhanden sind. Jegliche nach dieser Behandlung verbleibende Verschmutzung oder Verfärbung liegt innerhalb der Firnis- oder der Farbschicht. Vor der Erfindung synthetischer Firnisse war der Firnis-Grundstoff entweder Kopal-, Dammar-, Copaiba- oder Mastix Harz, die alle den Firnis mit dem Alter nachdunkeln, springen und "blühen" und auch Schmutz aus der Atmosphäre absorbieren ließen.

Ein erfahrener Restaurator kann die Firnisschicht entfernen und das Gemälde neu firnissen. Dies ist aber nicht einfach, weil die Lösungsmittel für Firnis identisch mit denen der Farben sind. Farbschichten können nachdunkeln, weil das Öl mit der Zeit selbst immer dunkler wird. Wurde ein Gemälde im Dunkeln aufbewahrt, kann dies gravierend sein. Die Farbe lässt sich in einem gewissen Grade dadurch restaurieren, das man das Bild dem Sonnenlicht aussetzt, das die verfärbten Bestandteile des Öls ausbleicht. Ist das Gemälde auf Metall, Schiefer oder Elfenbein gemalt, kann es Schimmel angesetzt haben. Man bringe es an die trockne Luft und staube den Schimmel ab. Ein Bild kann vor Schimmelbefall dadurch geschützt werden, daß man einen Bogen dicken, mit einem Fungicid imprägnierten Papiers hinter den Rahmen steckt oder wenn Glas davor ist, kann man dieses mit Formalin sterilisieren. Ist der Bildträger aus Holz und vom Holzwurm befallen,besteht die beste Behandlung im Ausräuchern.Dies bleibt dem Fachmann überlassen. Ein erfahrener Restaurator kann auch in Form von Flocken oder Bläschen aufgestandene Malschichten wieder befestigen.Dies geschieht mit Hilfe von Gelantine,Bienenwachs und Harz-Klebstoffen und einem angewärmten Werkzeug.In ganz extremen Fällen kann das Gemälde auf eine andere Unterlage übertragen werden.

Eine Leinwand läßt sich durch zusätzlich an den Kanten unterlegte Leinwandstreifen verstärken. Auch kann das Bild völlig mit Leinwand unterlegt, also neu aufgezogen werden. Löcher und Risse lassen sich ebenso reparieren und sodann retouchieren. Wegen des aufsteigenden Staubs und Rauches hänge man ein Gemälde nie unverglast über eine Wärmequelle. Ebensowenig sollte man es direktem Sonnenlicht aussetzen, da dies den Firnis angreift. Ideale Bedingungen sind eine relative Luftfeuchtigkeit zwischen 45% und 60% und keine extremen Temperaturschwankungen.

Die neuesten Artikel im



 

Mokkas Antiques Shop





Mokkas.de wünscht Ihnen viel Spass bei Ihrem Aufenthalt hier und wir hoffen das unser Angebot rund um das Thema Buch, Grafik, Kunst und Antiques gefällt.