Restaurierung von Manuskripten und Tusch Zeichnungen
Die Restaurierung von Tusch Zeichnungen und Manuskripten
Die früheste Schreibtinte bzw. Tusche war Kohletusche, die schon von den alten Ägyptern verwendet wurde. Sie bestand aus Ruß und einem Bindemittel wie Öl, Gummi oder Leimwasser. Diese Art der Tusche war ebenfalls im alten China und Indien gebräuchlich.
Die zweitälteste Tinte ist Eisengallustinte die um 200 v. Chr. erstmals verwendet wurde.
Im allgemeinen nutzt man für Zeichnungen die dunklere und recht dauerhafte Kohletusche. Eisentinte neigt dazu gelblich oder braun zu werden und zu verblassen, sie wurde mehr für Unterschriften und bei Manuskripten verwendet. Farbige Tinten oder Tuschen, besonders die älteren Datums, sind gewöhnlich nicht dauerhaft.
Beim Reinigen von Tuschzeichnungen oder Manuskripten muß man wissen, daß es nicht ganz leicht ist, herauszufinden, welche Art von Tusche verwendet wurde. Man sollte daher auf keinen Fall mit dem Wasch- oder Bleichprozeß beginnen, ohne ihn zuvor an einer kleineren unbedeutenden Stelle ausprobiert zu haben. Ist dies nicht möglich, so gehe man davon aus, daß die Tinte nicht dauerhaft sei und versiegle mit einer hauchdünn aufgetragenen Acrylharzlösung, wie 5%tige Polymethacrylsäureester in Aceton. Der Schutzfilm kann nach der Reinigung, wenn die Zeichnung oder das Manuskript getrocknet sind, mit etwas Aceton leicht wieder entfernt werden. Jedoch sollte auch die Acrylharzlösung zuerst an einer kleineren Stelle darauf getestet werden, ob sie die Tinte nicht etwa zerfließen läßt. Nach Durchführung dieses Tests restauriere man wie unter Papier Restaurierung beschrieben.
|